Ich bin...
Als ich noch sehr klein war und kaum noch sprechen konnte, erzählte mir mein Vater später, dass ich gesagt hätte, dass es mir hier gar nicht gefällt! Und dass ich wieder dorthin zurück gehen möchte, wo ich hergekommen bin. Daran erinnere ich mich nicht bewußt, aber die Frage nach dem Sinn des Daseins, hat mich schon sehr früh beschäftigt. Wozu bin ich da und und was soll das sein, was wir hier als das Leben bezeichnen? Zutiefst menschliche Fragen, die ich für wichtig halte. Wobei es nicht um die Antwort - sondern um die Fragestellung - geht. Diese Frage steht hinter jeder menschlichen Krise und diese gilt es herauszuarbeiten. Dadurch wird ein Prozess angestossen, der am Anfang herausfordernd und schwierig erscheint, jedoch zu einem Weg wird, der uns Erkenntnis - über uns selbst und die Rätseln des Lebens - bringt!
Das Leben, welches wir alle für "normal und richtig" halten, gerade oft dann, wenn wir "eigentlich" alles haben, was wir für unser erwünschtes Glück glauben zu brauchen oder dann, wenn alles wegbricht - was uns scheinbar Struktur und Halt gab - erscheint uns als sinnlos und leer. Aber sind wir das in unserer modernen Gesellschaftsstruktur nicht gefühlt immer? Besteht nicht unser ganzes Dasein aus Ablenkung, Beschäftigung, Sensation-Seeking und Drama, um eben nicht diese Leere und Sinnlosigkeit fühlen zu müssen? Und was, wenn das ganze auch noch "gemacht" und "erwünscht" ist? Das "Normale" zu hinterfragen ist ein Sakrileg! Wer dies tut, wird zum "Kranken" abgestempelt oder schlichtweg einfach zum Feind erklärt, weil die Resonanz - die in den Anderen erzeugt wird - zur Bedrohung der eigenen Lüge wird. Die Wahrheit ist unbequem und macht einsam. Und der Weg der Selbsterkenntnis ist steinig. Warum soll man ihn also beschreiten? Wenn erst einmal die einlullende, warme - scheinbar beruhigende - Illusion den Blick freigibt auf das Echte, Wahre und das eigene Selbst, wird man einige Dinge zurücklassen.
Und sich weiter auf diesen Weg zu begeben, einfach weil es sich richtig anfühlt und man beginnt, das große Ganze zu erahnen. Der therapeutische Prozess ist eine Reise, die mit dem ersten Schritt beginnt. Dieser kostet Überwindung! Sie stellen sich Ihrer Angst, nehmen all Ihren Mut zusammen und kontaktieren mich! Dieser Akt signalisiert Ihre Bereitschaft, dass Sie wollen! Wenn Sie dann bei mir zum Gespräch sitzen und wir übereinkommen, dass ich Sie auf dieser Reise begleiten darf, dann haben Sie den halben Weg zu Ihrer Heilung bereits zurück gelegt. Es wird herausfordernd, manches Mal beängstigend, aber auch sehr spannend und schlußendlich lohnend sein, wenn Sie durchhalten und einfach immer wieder zu den vereinbarten Terminen kommen. Es wird Sie jedoch auch etwas - unabhängig vom Geld - kosten: Die Komfortzone zu verlassen! Das bedeutet Unbequemlichkeiten und ist auch eine Reise ins Unbekannte, die Vertrauen erfordert. Jeder einzelne Schritt zählt, es gibt kein zurück, es gibt nur Umwege, die genauso zum Weg gehören...
"Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen. Was man nicht nützt, ist eine schwere Last, nur was der Augenblick erschafft, das kann er nützen."
Johann Wolfgang von Goethe


